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ÖLAKT tagte in Salzburg

Die Präsidenten und Kammerdirektoren der Landarbeiterkammern trafen sich zum Gedankenaustausch in Salzburg. Thematisiert wurden dabei u.a. die Umstrukturierungen bei der Forsttechnik der Österreichischen Bundesforste AG, der neue Lehrberuf Forsttechnik sowie über verschiedene Rechtsfragen.

Im Rahmen der ÖLAKT-Vorstandssitzung in Salzburg wurde durch den Personalleiter der Österreichischen Bundesforste AG DI Johann Sauprigl, Christoph Haunold und Bundesforste- Zentralbetriebsrat Klaus Breitfuss der Sozialplan für die Forsttechnik der Bundesforste vorgestellt und anschließend über die Auswirkungen diskutiert. Der vorliegende Sozialplan wird vom ÖLAKT positiv gesehen, da er sozial ausgewogen ist und versucht wird, Härten auszugleichen. Grundsätzlich wird dieser Sozialplan auch als Richtlinie bei zukünftigen Umstrukturierungen im Betrieb angewendet werden.

Skepsis gegenüber neuen Lehrberuf
Ein Schwerpunkt war auch der neue Lehrberuf „Forsttechnik“, welcher im Gewerbe angesiedelt sein soll. Der Geschäftsführer der Bundes-Lehrlings- und Fachausbildungsstelle DI Rainer Höllrigl informierte den Vorstand über den Stand der Umsetzung. Der ÖLAKT ist äußert skeptisch, ob eine effiziente Ausbildung im Gewerbe überhaupt möglich ist, da in den Betrieben kaum die Möglichkeit einer Durchbeschäftigung besteht und teilweise noch immer gravierende Mängel bei den Arbeitnehmerschutzbestimmungen vorhanden sind.

„Leitende Angestellte” vor Lösung
Eingehend wurde auch über die laufenden Sozialpartnerverhandlungen über eine Novelle zum Landarbeitsgesetz und der Schaffung eines Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes diskutiert. Positiv zu erwähnen ist, dass sich bei den Leitenden Angestellten eine vernünftige Lösung abzeichnet, die ausschließlich Erleichterungen bei der Arbeitszeitaufzeichnung vorsieht. Das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz soll zukünftig in einem eigenen Gesetz zusammengefasst werden, damit wäre ein wesentlicher Schritt in Richtung Kontrollsicherheit gewährleistet.
Der zweite Tag wurde für ausführliche Diskussion verschiedener schwieriger Rechtsfragen verwendet und befasste sich auch mit der Ausarbeitung langfristiger Perspektiven.